Mittlerweile bin ich schon seit über einem Monat in Ecuador, weswegen ich mir dachte, es ist Zeit für ein kleines Update. Nach zwei Wochen im Dschungel nutzten Sven, mein Mitfreiwilliger und ich das Wochenende um in die nächste größere Stadt Macas zu fahren.
Nach zwei Wochen Dschungel kam mir diese kleine Stadt fast wie Berlin vor. Überall waren Leute, kleine Läden, Essensstände und als es dunkel wurde, sorgten die Geschäfte und auch Straßenlaternen dafür, dass es Licht gab, sodass man keine Stirnlampe benönigte. Kurz gesagt, es war eine ganz andere Welt, als die, in der ich zwei Wochen lang gelebt hatte. Im Hostel genoss ich dann auch die erste heiße Dusche seit Quito, jedoch konnte ich dort nicht allzu gut schlafen, denn ich war die unregelmäßigen Straßengeräusche überhaupt nicht mehr gewohnt. Jedoch waren wir nicht bloß in Macas, um einen kurzen Tapetenwechsel zu bekommen, sondern auch, weil wir einige Dinge benötigten. Deswegen kaufte ich dort Plastikboxen, die mein Kleiderschrank geworden sind, Gummistiefel und ganz wichtig: Kekse 😉
Am Sonntag ging es dann wieder zurück in den Dschungel. Zurück in der Schule passierte mir direkt etwas sehr witziges. Ich unterrichtete gerade spontan eine Klasse mit etwas jüngeren Schülern, als mir ein Schüler plötzlich vier riesige Insekten, die aussahen wie übergroße rostbraune Fliegen, auf die Hand legte und meinte, die sind zum Essen. Ich guckte ihn nur etwas ahnungslos an, denn die Tiere liefen noch munter auf meiner Hand herum. Deswegen zeigten mir die Kleinen dann eifrig, wie man sie isst. Abends im Dorf erfuhr ich dann, dass das Ameisenköniginnen waren, die nur für eine kurze Zeit jedes Jahr herauskommen und hier eine Delikatesse sind. Deswegen half ich dann im Dunkeln um die Küche herum Ameisenköniginnen zu sammeln, von denen wir auch einige zusammenbekamen. Diese wurden dann mit Öl und Salz frittiert, sodass sie meiner Meinung nach nach salzigem Popcorn geschmeckt haben, und man sehr leicht vergaß, dass man gerade Ameisen aß.
In der Schule gab es in der kurzen Zeit, die ich erst dort bin bereits einige Veranstaltungen, u.a. die Wahl einer Reina (Königin), bei der aus jeder Klasse eine Schülerin zur Wahl gestellt wurde, der ecuadorianische Nationaltag, an dem jede Klasse etwas vorführte und die „Fiesta de las banderas“ (Das Fest der Flagge), bei der die Schüler durch Macuma marschierten und es sogar eine Art Schülerband gab und verhältnismäßig viele Menschen zugeschaut haben.
Außerhalb der Schule, in der der Englischlehrer, mit dem ich zusammen unterrichte, sehr gerne seine Gitarre rausholt und mit mir und den Schülern englische Lieder singt (wie z.b. das Abc, oder „If you’re happy and you know it, clap your hands“) haben wir im Dorf an der neuen Hütte weitergebaut. Diese muss bis Mitte Oktober fertig werden, denn dann kommen zu den zwei Kurzzeitfreiwilligen, die bereits da und bis Ende November im Projekt sind, zwei weitere und dann werden unsere jetzigen Hütten gebraucht. Dafür haben wir Bambusstämme für die Außenwände und Fenster zurechtgesägt und zusätzlich mit einer Machete bearbeitet.
Auch haben wir hojas, die Blätter eines bestimmten Baums, aussortiert und die Guten trocknen lassen, damit das Vordach fertig gemacht werden konnte. Und da Sven seinen Sport vermisst, hat er angefangen einen Platz mit selbstgebauten Fitnessgeräten aus allem, was er so finden kann zu konstruieren.
Auch haben wir mittlerweile den Ausflug zu den nahegelegenen Wasserfällen gemacht. Dafür bekamen wir Muster mit einer Pflanzenfarbe ins Gesicht gemalt, jeder etwas anderes und liefen den kleinen Fluss hinauf, sowie auch durch dichten Dschungel. Dort kam man sich direkt vor, als sei man in einer anderen Welt, denn alles sah sehr idyllisch und vom Menschen unberührt aus. Beim ersten großen Wasserfall ließen wir unsere Dinge, die nicht nass werden sollten und kletterten in Badesachen und Gummistiefeln den ersten Wasserfall hinauf. Danach ging es durch knietiefes Wasser zu einem zweiten Wasserfall mit tiefem Becken, in dem dann gebadet werden konnte. Dieser Ausflug hat mir sehr gut gefallen, denn der Weg und natürlich auch die Wasserfälle waren wunderschön.
Außer den Ameisen habe ich bereits Stinktier (Update: es war doch ein Opossum, was ich vor Kurzem herausgefunden habe, als ein Totes auf der Straße lag und Cesar meinte, das sei ein „Stinktier“(ja er kann das auf deutsch sagen)) probiert (welches erlegt wurde, weil es eine Henne angegriffen hat) und gesehen wie Fische ausgenommen werden sowie ich auch teilweise bei der Zubereitung eines Hahns zugesehen habe (es startete mit einem lebenden Hahn und endete mit einer Suppe). Ansonsten gibt es oft Nudeln oder Reis mit Gemüse, sowie auch Kochbanane. Und ich habe das erste Mal in meinem Leben frische Kokosnuss gegessen. Das war ziemlich lecker, vor allem, weil das Fruchtfleisch, nicht hart und eher trocken wie in den Kokosnüssen in Deutschland, sondern weich und sehr saftig ist und wir deswegen die Kokosnuss einfach mit einem Löffel ausschaben konnten.
I have now been in Ecuador for over a month, so I thought it would be a good time for a little update. After two weeks in the jungle Sven, the other volunteerand I used the weekend to go to next big city, Macas. After twoo weeks in the jungle this little city to me seemed as big as Berlin. There were people, little shops and food vendors wherever you looked and as it got dark the shops and street lights produced light, so you didn’t need a head lamo in order to see something. In a nutshell it was a totally different world from the one I had been living in for two weeks. At the hostel I also really enjoyed my dirst hot shower since Quito, but I couldn’t sleep too well there because I just wasn’t used to the irregular sounds of traffic anymore. But we weren’t in Macas only to see something else for a few days, we also needed a few things. So i bought plastic boxes, which are now my closet, my own rain boots and most impirtantly: cookies 😉
On sunday we took the bus back into the jungle. Right when I was back in school something really funny happened to me. I was spontaneously teaching younger students, when one of the students suddenly put four huge insects on my hand, which looked like oversized rust-colored flies, and told me, that you eat those. I could only look at him very puzzled, because the insects werewalking around on my hand and arm. Then the students happily showed me how to eat them. In the evening back in the village I learned that those were ant queens, which only come for a short period of time each year and are a speacialty here. Then I helped look for those queens in the dark around the kitchen house. We got a lot of them. They were then fried in oil an salt and to me they tasted like salty popcorn which made it very easy to forget, that you were eating ants.
In the short time that I’ve been at the school, there have been plenty of festivities, for example the election of the „Reina“ (queen), where each year presented on female student, the Ecuadorian National Day, where each class did did something special and the „Día de las banderas“ (Day of the flag), where the students marched through Macuma together with a little marching band and a lot of people who watched the procession.
Besides school, in which the english teacher with whom I teach likes to get his guitar and sing english songs with me and the different classes (for example the „Abc-Song“, „head and shoulders, knees and toes“ or „If you’re happy and you know it, clap your hands“), we have worked at the new hut in our little village. It has to be finished till the end of october because in november two new short-term volunteers are going to come and as there already are two volunteers here, we are going to need the extra space. For that we’ve sawed bamboo for the exterior and interior wall and for the windows and even used the machete to cut out some pieces of bamboo. We also sorted hojas, which are leaves of some sort of tree and let the usable ones dry, in order to use those for a little roof over the stairs of the new hut. And because Sven misses his sport a lot, he has started to build a fitness space with different stations out of everything he can find.
Also we have done the trip to the near waterfalls. For that we got a personalized face-painting with the color of a certain plant and then we started walking up the little river, as well as we went through deeper parts of the jungle. In this part of the trip I felt like I was in another world because it was so idyllic and untouched by mankind. At the first waterfall we left the things that weren’t supposed to get wet and climbed up that waterfall in swim suits and rain boots. After that we walked through knee-high water up to the second waterfall with a deep pond in front of it, where we could go swimming. I liked this trip very much, because the walk there and of course the waterfalls were beautiful.
Besides the ants I have now eaten skunk (it was hunted because it attacked a hen) (Update: it was actually an opossum, which we only found out after a dead one was lying on the street and Cesar told it it was a „Stinktier“, which is the German word for skunk) and I have seen how fish are gutted as well as I have partly seen how to prepare chicken (it started with a living rooster and ended with a soup). Other than that we often eat noodles or rice with vegetables or beans, as well as plantain. Also for the first time in my life I’ve eaten fresh coconut, which was so delicious, espeacially because it wasn’thard and dry like the coconuts you get in Germany but soft and juicy so we could easily scrape it out with a spoon.









Hi Maike,
Thanks for your sharing your impressions with your daddy in good old Tettnang.
Take care,
Papi
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